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Die Enstehung der Glanzstoffsiedlung
in Erlenbach am Main
  

Die Entstehung der

Glanzstoffsiedlung in Bildern

am Ende vom Text.


Ein neuer Bauabschnitt begann. An der Spitze in jenen Jahren standen wiederum große bauliche Ereignisse, die sich durch das rastlose Wachstum der Industriewerke, besonders durch die große Aufwärtsentwicklung des Glanzstoffwerkes auch auf dem Gebiet des gemeindlichen Bau- und Wohnungswesen spürbar machten. Der Bau drang wurde immer stärker, der Zuzug immer größer und das geschäftliche und handwerkliche Leben immer regsamer. In mutiger Erkenntnis dieser Lage, entschlossen sich die Glanzstoffwerke, eine eigene Siedlung zu errichten. Getragen von dem Willen, den Arbeitern des Werkes ein eigenes Heim zu geben, wurde von dem Direktor der Glanzstoffwerke Dr. Jens Strube und dem Konzern-Architekten Bruno Halbig die Erklärung abgegeben, dass die Glanzstoffwerke im Zuge der vorgesehenen Erweiterung der Fabrikanlagen eine Wohnsiedlung auf der Gemarkung Erlenbach, kurz Glanzstoffsiedlung genannt, zu gründen beabsichtigen.

Aus diesem Anlass fand am 18.Januar 1938 in den Vereinigten Glanzstoffwerken eine schicksalhafte Besprechung statt, bei der es u. a. auch um die Frage der Gründung eines neuen Gemeindebezirk ging, das aber wurde vom damaligen Erlenbacher Bürgermeister Justin Kirchgässner abgelehnt. Nach einer abermaligen gemeinsam mit der Direktion des Glanzstoffwerkes und allen staatlichen Stellen durchgeführten Besichtigung der gesamten Gemeindeflur einigte man sich schließlich auf die jetzige Lage in den Fluren „Altwasser und Dornbaum“ als künftigem Siedlungsgelände.

Man begann schon am 27. September 1937, da wurde der erste Spatenstich zum ersten Siedlerhaus, das als Musterhaus galt, gemacht. Am 2. Oktober erfolgte die Grundsteinlegung, am 12 Oktober das Richtfest und am 15.November,nach nur 7 Wochen war es fix und fertig. Das Haus wurde außerdem, um die Wohngesinnung zu fördern und ein Beispiel einer mustergültigen Einrichtung zu geben, mit zweckmäßigem Hausrat vollkommen ausgestattet. Am 1. Dezember bezog der erste Siedler Adam Klein mit seiner Frau und seinen vier Kindern das erste Siedlerhaus. Das Musterhaus war für die Öffentlichkeit zur Besichtigung zugänglich. Es wurden von 3487 Besucher besichtigt und rechnet man die vielen Schulklassen der umliegenden Dörfer hinzu, die alle mit ihren Lehrern kamen, dann werden es wohl über 5000 Besucher gewesen sein.

In der einen Ecke des Hauses wurde eine Urkunde eingelassen, die später noch davon Zeugnis gibt, wie viele sich eifrig an dem Bau des Siedlerhauses beteiligt und wie viele Behörden mitgewirkt haben.

Bei der Grundsteinlegung des ersten Siedlerhauses hat Dr. Jens Strube mit drei Hammerschlägen drei Wünsche ausgesprochen. Diese gelten allen die hier siedeln und ein eigenes Heim errichten wollen.

Hier ein kurzes Zitat des zweiten Hammerschlages:
Die Verbundenheit dieser Siedler mit ihrer Arbeitsstätte erfahre eine Vertiefung und pflanze sich auf die Nachkommen fort. Die Erkenntnis, dass Arbeit und Pflicht das köstlichste Geschenk sind uns das wir nicht für uns selbst leben, sondern unser Schaffen und Streben nur den nachfolgenden Generationen gilt, damit diese in steter Fortentwicklung ein noch schöneres Leben haben, werde Grundsatz!

Der Anfang war gemacht. Im Februar 1938 waren es dann schon 33 Siedler, die gemeinsam in Handarbeit mit dem Aushub für ihr eigenes Siedlerheime begonnen hatten und es in vier Monaten fertigstellten.

Für die endgültige Anlage der Glanzstoffsiedlung waren 250 Siedlungshäuser, 30 Eigenheime, 36 Volkswohnungen und 4 Mietshäuser geplant.

Die Entstehung der Glanzstoffsiedlung in Bildern

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